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Zum 200. Todestag von Preußenkönigin Luise (1776-1810) haben sechs international renommierte Künstler Installationen für die Berliner Pfaueninsel geschaffen. Für das Ausstellungsprojekt, das bis zum 31. Oktober 2010 läuft, sind erstmals auch Teile des Parks zugänglich, die bisher nicht öffentlich waren.
Die Künstler "greifen den Rhythmus des Ortes auf" und ermöglichten mit ihren Werken neue Sichtweisen auf Luise und die architektonischen Besonderheiten der Pfaueninsel, erklärte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten am Freitag anlässlich der Vorstellung des Projekts "Luise. Die Inselwelt der Königin".
Beteiligte Künstler sind Sylvie Bussieres, Christian Engelmann, Joan Fontcuberta, Michael Lukas, Robert Stieve und Martin Weimar.
Eine von drei großen Ausstellungen zum 200. Todestag
In der Ausstellung können die Besucher bei einem Rundgang über die Insel insgesamt 18 Kunstwerke entdecken - unter anderem ein ungewöhnliches Schachspiel mit einer Königin als Hauptfigur, eine höchst merkwürdige Volière mit Phantasietieren und eine Parkbank, die die Alltagserfahrung auf den Kopf stellt.
Ergänzt wird das Ensemble von der Glaskonstruktion "The blind pavilion" (2003) des dänisch-isländischen Künstlers Olafur Eliasson, die zu seiner im Martin-Gropius-Bau laufenden Ausstellung "Innen Stadt Außen" gehört.
Luise, "Königin der Herzen", war schon zu Lebzeiten eine Legende. Sie gilt neben Friedrich dem Großen als die herausragende Persönlichkeit der Hohenzollern-Dynastie. Die Schau auf der Pfaueninsel ist eine von drei großen Ausstellungen zum 200. Todestag der Frau von Friedrich Wilhelm III.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/kultur/2010_04/pfaueninsel_feiert.html