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In Berlin und Brandenburg ist am Sonntag des 200. Todestages von Königin Luise (1776-1810) gedacht worden.
Georg Friedrich Prinz von Preußen, ein Nachfahre der Königin, und Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, legten einen Kranz am Grab nieder. Das Mausoleum mit dem Sarg der populären Monarchin steht im Schlossgarten Charlottenburg.
Zuvor gedachte die Luisengemeinde der Königin mit einem Gottesdienst. Mit einem Picknick werde die Gedenkfeier abgeschlossen, teilte die Luisen-Kirchengemeinde am Sonntag mit.
"Requiem für Luise" auf Schloss Paretz
Bei einer Fachtagung in Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern) beleuchteten am Wochenende 160 Historiker die Gründe für die Beliebtheit der Königin, die nur 34 Jahre alt wurde. Aus Sicht der Experten hat Luise ihre Person gezielt vermarkten lassen und so ihre Popularität gesteigert.
"Sie wusste sich zu platzieren", sagte der Historiker Thomas Stamm-Kuhlmann der Nachrichtenagentur dpa. "Sie kannte die richtigen Leute und brachte sie an den richtigen Platz." Luise habe nicht nur mit großen Dichtern und Schreibern, sondern auch mit den Verantwortlichen für die preußischen Staats- und Verwaltungsreformen verkehrt und diese unterstützt.
Auf Schloss Paretz (Havelland), der ehemaligen Sommerresidenz der Königin, wurde am Sonntag ein "Requiem für Luise" mit Kompositionen und Texten gesungen. Zuvor fand an der Dorfkirche ein "Open Air Gottesdienst" statt.
Königin Luise starb am 19. Juli 1810 im Alter von 34 Jahren. Die "Königin der Herzen" gilt neben Friedrich dem Großen als die herausragende Persönlichkeit der Hohenzollern-Dynastie. Drei große Ausstellungen würdigen dieses Jahr die Frau von Friedrich Wilhelm III. Der Todestag ist am Montag (19. Juli).
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/kultur/2010_07/gedenkverantaltungen.html