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20 Jahre nach der Wende hat Brandenburg als letztes ostdeutsches Bundesland eine Stasi-Beauftragte.
Die 57 Jahre alte Ulrike Poppe wurde am Montagvormittag offiziell in ihr neues Amt eingeführt. Sie war am 17. Dezember vom Landtag gewählt worden. Per Gesetz arbeitet sie unabhängig, ist an keine Weisungen gebunden und direkt dem Parlament unterstellt.
Es habe sich viel angestaut, sagte Poppe im rbb-Nachrichtenmagazin Brandenburg aktuell. Ihre Behörde werde mit Anfragen und Bitten um Beratung bestürmt. "Aber es ist nicht zu spät."
Poppe ist auch Vorsitzende der Kommission, die die Landtagsabgeordneten auf eine mögliche frühere Stasi-Tätigkeit hin überprüft und beurteilt. Ihr offizieller Titel lautet "Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur".
Brandenburg war bisher das einzige der neuen Länder, das noch über keinen Stasi-Beauftragten verfügte.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2010_03/stasi_beauftragte.html