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In Südbrandenburg soll eine "Energie-Universität Lausitz" entstehen. Dazu sollen die Hochschule Lausitz (FH) in Senftenberg und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU) zusammengelegt werden.
Schon zum Wintersemester 2013/2014 könnten sich voraussichtlich die ersten Studenten immatrikulieren, sagte Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) am Freitag in Cottbus. Die neue Universität mit dann nur noch sechs Fakultäten solle sich auf die Themen Energietechnologie, Energiewirtschaft sowie energieeffizientes Planen und Bauen spezialisieren.
Die Energieuniversität könne dann Ansprechpartner bei wichtigen Fragen wie Netzausbau, Versorgungssicherheit oder Preisstabilität sein, sagte Kunst.
Kunst: Fusion ist kein Sparprogramm
Im rbb sagte Ministerin Kunst am Abend, die Fusion solle kein Sparprogramm werden. Es gehe darum, aus dem Besten von zwei Hochschulen etwas Besseres, Gemeinsames zu machen. Die Energie-Universität Lausitz solle eine Hochschule neuen Typs sein, die sowohl Studenten von Fachhochschulen als auch von Universitäten aufnehmen könne.
Sie solle sich inhaltlich vor allem mit den Herausforderungen der Energiewende auseinandersetzen. Zur Lösung von Fragen und Problemen zum Thema Energie solle den Menschen künftig sofort die Universität Lausitz einfallen, so Kunst.
In Cottbus und Senftenberg sind derzeit insgesamt 10.000 Studenten eingeschrieben. Alle könnten selbstverständlich ihr Studium zu Ende führen, betonte die Ministerin. Entlassungen bei den Lehrenden werde es keine geben.
Auch die beiden Verwaltungen sollen in der Übergangszeit bestehen bleiben. Allerdings müsse es dort Korrekturen geben - so sollen teilweise Stellen von Arbeitnehmern, die in Rente gehen, nicht mehr besetzt werden. Nur so könnten finanzielle Einsparungen zum Beispiel bei den Personalkosten erzielt werden, hieß es.
Experten kritisierten mangelnde Kooperation
Mit dem Modell einer "Energie-Universität" wolle die Wissenschaft auf die Zukunftsfragen des Energielandes Brandenburg reagieren, hieß es. Sie soll ein Ansprechpartner zu Fragen wie Netzausbau, Energiekonvergenz,
Versorgungssicherheit und Preisstabilität sein.
Hintergrund der Zusammenlegung der beiden Brandenburger Hochschulen in Cottbus und Senftenberg ist der Abschlussbericht einer Expertenkommission. Darin wird die schlechte Kooperation zwischen den Universitäten kritisiert. Mängel wurden vor allem bei Forschung und Lehre an der Universität Cottbus gesehen.
BTU-Präsident begrüßt Fusionspläne
Der Präsident der Brandenburgischen Technischen Universität, Christoph Zimmerli, hat die geplante Fusion seiner Hochschule mit der Hochschule Lausitz begrüßt.
Um mehr Planungssicherheit zu gewinnen, müsse man auch strukurelle Veränderungen in Kauf nehmen, sagte Zimmerli dem rbb. In einem nächsten Schritt müssten die Pläne jetzt rechtlich umgesetzt werden.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2012_02/kunst_informiert_ueber.html