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Trotz der S-Bahn-Krise gab es im vergangenen Jahr mehr Fahrgäste im Brandenburger Nahverkehr.
Nach Angaben von Infrastrukturminister Vogelsänger (SPD) waren 2009 rund 18 Millionen mehr Menschen mit Bussen und Bahnen in der Region unterwegs als im Jahr zuvor. Die Einnahmen aus Ticketverkäufen hätten sich bei stabilen Preisen um 2,7 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro erhöht.
Vogelsänger verwies darauf, dass die Wirkung der S-Bahn-Krise mit zunehmender Entfernung von Berlin abnehme. Zudem würden die Brandenburger Verkehrsunternehmen zum großen Teil Schüler transportieren, daher unterlägen sie "derzeit kaum Einflüssen durch die S-Bahn-Situation".
Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Kerstin Kircheis, hatte in einer parlamentarischen Anfrage darauf hingewiesen, dass die märkischen Unternehmen über den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) eng an das finanzielle Ergebnis der S-Bahn gebunden sind. "Einnahmeausfälle bei der S-Bahn schlagen sich über die Einnahmeaufteilung des Verbundes auch in der Uckermark oder der Lausitz nieder", so Kircheis.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/wirtschaft/2010_03/mehr_s_bahn_nuter.html