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rbbonline | Flughafen BER | Fehlstart und die Folgen


Wegen des wachsenden Luftverkehrs muss aus Sicht von Brandenburgs CDU-Landeschefin Saskia Ludwig in der Region nach zusätzlichen Kapazitäten Ausschau gehalten werden. Der neue Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld werde irgendwann an seine Grenzen stoßen, erläuterte Ludwig am Montag in Potsdam.
Eine künftig erforderliche dritte oder vierte Startbahn sei dort nicht möglich, sagte Ludwig am Montag im Landtag. Sie forderte von der Landesregierung, den Standort Sperenberg nicht vorschnell aus der potenziellen Planung herauszunehmen. "Wir müssen diese Option offen halten." Stattdessen plane die Regierung, die Flächen des früheren sowjetischen Militärflughafens für die Erzeugung von Wind- und Solarenergie zu nutzen, was andere Perspektiven langfristig verbauen würde.
Ludwig: Schönefeld ist Standort-Fehlentscheidung
Im Jahr 2040 könnte es in der Region rund 50 Millionen Passagiere geben, verwies Ludwig auf aktuelle Prognosen. Diese Menschen alle am Flughafen Schönefeld abzufertigen, wäre nicht machbar. Sie bekräftigte ihre Ansicht, dass es sich bei Schönefeld um eine "Standort-Fehlentscheidung" gehandelt habe.
Der Standort Sperenberg im Landkreis Teltow-Fläming, südlich von Berlin, stand schon früher zur Wahl, wurde dann aber zugunsten Schönefelds verworfen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg