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Flughafen BER
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Flugzeug fliegt über zwei Spaziergänger hinweg (Bild: dpa)

Flugrouten

Senat sieht keine Täuschung bei Flugrouten

Im Streit um den Fluglärm vom neuen Airport BER in Schönefeld hat der Berliner Senat Täuschungsvorwürfe zurückgewiesen.

Am Freitag waren neue Flugzahlen für einzelne Routen bekannt geworden. Demnach könnte es unter anderem auf der sogenannten Wannseeroute zu mehr Überflügen kommen als bislang angenommen.

"Ob die Fluggesellschaften wirklich so fliegen, wissen wir noch gar nicht", sagte Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) am Dienstag. Es sei insofern schwierig, die Anmeldungen in die Flugrouten-Planung einzubeziehen. Der Vorwurf der Täuschung sei deshalb aus seiner Sicht falsch.

Nach einem Prognoseflugplan sind in Schönefeld im Sommer täglich knapp 100 Flüge mehr zu erwarten als die bislang angenommenen 810. Nach Planungen der Deutschen Flugsicherung sollen deshalb bis zu 83 Flugzeuge über den Wannsee fliegen - bislang waren 48 genannt worden. Auch auf anderen Routen ergeben sich teils deutlich höhere Zahlen als bislang, weil sich die Fluggesellschaften mehr Zeitfenster für Starts und Landungen reserviert haben als erwartet.  

Christian Gaebler (Bild: dpa)

Gaebler wies den Antrag der Grünen zurück.  

Gaebler wies einen Antrag zurück, den die Grünen am Donnerstag im Abgeordnetenhaus einbringen wollen. Sie fordern, dass die Maschinen nicht wie geplant unabhängig voneinander von den beiden Pisten des Flughafens abheben. Das würde die Flughafen-Kapazität senken. "Das kann man nicht per Parlaments- oder Regierungsbeschluss regeln", sagte Gaebler. Der richtige Ort dafür sei die Fluglärmkommission.

Streit über Geschäftsflieger

Unterdessen streiten der Verband der Geschäftsflieger - die German Business Aviation Association - und Brandenburgs Infrastrukturministerium über ein Gutachten. Es sollte die Frage klären, ob es am neuen Flughafen Platz für Geschäftsflieger gibt. Der Verband kritisierte, dass die Kapazitäten in Schönefeld durch den Linienverkehr weitgehend belegt seien. Der Standort sei bei der Schließung des Flughafens Tempelhof aber garantiert worden.

Das Ministerium verweist auf Alternativen in Cottbus-Drewitz, Schönhagen und Strausberg. Sie sind der Branche zu weit von Berlin entfernt.

Stand vom 21.02.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 21.02.2012 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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